Aktivitäten

Clubangebote

Die Behindertenhilfe der Stadt Dreieich unterhält fünf Clubs, in denen Menschen mit Handicap ihrem alter entsprechend vielfältigen Freizeitaktivitäten nachgehen können.
Ein Überblick über das aktuelle Programm finden Sie hier.

Aktivitäten und Emotionen

Von engagierten Betreuern der Stadt Dreieich begleitet, steht für die Teilnehmer das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Das Clubangebot der BHD hat die Stadt Dreieich für unterschiedliche Altersgruppen maßgeschneidert. Es beinhaltet kulturelle und sportliche Aktivitäten, wie Ausflüge zu Tier- und Freizeitparks, Museums- und Restaurantbesuche, Festivitäten, Kino, Kegeln, Shopping und vieles mehr. Wochenend- und Sonderveranstaltungen runden das Angebot ab.

Sommerfreizeiten

Die alljährlichen, gemeinsamen Sommerfreizeiten sind die Höhepunkte des Clubangebots. Sie stellen für die Teilnehmer oft die einzige Urlaubsmöglichkeit im Jahr dar, die ihnen Abstand von Wohnanlage oder Werkstatt gewährt.

Sparmaßnahmen im Haushalt der Stadt Dreieich führten leider zur Kürzung der Freizeiten von zwei Wochen auf eine. Gerne möchten wir den ursprünglichen Zustand wieder herbeiführen, was uns nur gemeinsam mit Ihrer Hilfe gelingen kann.

Aktivitäten in der Presse

  • Einblicke in das Leben von BHD Betreuern  


    Stephan Thoss betreut zurzeit die ‚Nachtschwärmer’ und Jenny Truhöl die ‚Kleinen Strolche’ und ‚Zugvögel’ der Behindertenhilfe Dreieich. Beide Betreuer berichten von ihren alltäglichen Erfahrungen im Umgang mit Personen die geistig und/oder körperlich beeinträchtigt sind und warum Sie sich keinen anderen Beruf vorstellen können.  

     Stephan Thoss


    Meinen ersten Kontakt mit den Clubs der Behindertenhilfe Dreieich hatte ich kurz nach meinem Zivildienst an der Janusz-Korczak Schule in Langen, einer Schule für geistige Entwicklung in Langen. Viele der damaligen Teilnehmer der Kleinen Strolche und des "Teenie Clubs" waren Schüler dieser Schule, und damit bot sich für mich die Arbeit als Betreuer innerhalb der Clubs als idealer Nebenjob für meine darauf folgende Studienzeit an.

    Ich war schnell von der Arbeit in diesem Bereich begeistert. Menschen aller Altersstufen darin zu unterstützen Freizeitaktivitäten zu organisieren und durchzuführen war für mich neu aber unglaublich interessant und abwechslungsreich. Man lernte viele neue Menschen, Orte und Freizeitaktivitäten kennen, arbeitete gemeinsam sehr eigenverantwortlich in interessanten Teams und wurde dabei für einen Studenten auch noch gut bezahlt.
    Inzwischen arbeite ich nun seit zwanzig Jahren bei der Behindertenhilfe, mein Studium habe ich schon lange abgeschlossen und bin hauptberuflich als Förderschullehrer in der Inklusion an verschiedenen Schulen in Dietzenbach tätig. Einen Nebenjob habe ich eigentlich nicht mehr nötig, es gibt aber viele gute Gründe warum ich immer noch in den Clubs der BHD aktiv bin.

    Viele Teilnehmer, die ich noch aus ihrer Schulzeit kenne sind inzwischen im Zugvögel- und im Freitagsclub gelandet, aber immer noch regelmäßig dabei, irgendwie ist man gemeinsam älter und auch zusammen erwachsen geworden. Die Clubtermine und vor allem  die Freizeiten fühlen sich für mich meist nicht wie Arbeit an - es hat eher oft den Charakter von einem gemeinsamen Abend oder Urlaub, bei denen man einzelne zwar unterstützt aber zusammen davon profitiert und Spaß hat. Sicherlich kann das manchmal auch anstrengend werden, gerade wenn pflegerische Aspekte dazu kommen. Das alles wird aber durch ein tolles Team aufgefangen, in dem man sich gegenseitig sehr gut unterstützt und jeden Clubtermin und Freizeit aufs neue kreativ und professionell gestaltet. Über die Teams und Clubgrenzen hinaus sind  zudem viele Freundschaften entstanden, gerade die gemeinsamen Freizeiten verbinden ungemein und oft wird noch Jahre später über besonders gelungene Bergfeste, Männer- oder Frauenabende und Ausflüge erzählt und gelacht.
    Das Clubangebot der Stadt Dreieich ist durch seine Ressourcen und Organisation ein hervorragendes und besonderes Angebot für Menschen mit Behinderungen ihre Freizeit selbstbestimmt zu gestalten und zu genießen, ein Grundrecht was uns allen zu steht aber viel zu oft als selbstverständlich genommen wird. Ich hoffe, dass es dieses noch sehr lange geben wird und bin froh schon so lange hiervon ein Teil zu sein.

     Jenny Truhöl


    Ich bin durch eine Freundin, die selbst seit mehreren Jahren bei der BHD arbeitet, auf die Arbeit bei der Behindertenhilfe Dreieich aufmerksam geworden. Sie hat mir viel von den Freizeiten und den Clubangeboten erzählt und ich war sehr schnell von ihrer Schwärmerei angetan.
    Das Programm für dir Kleinen Strolche gestalten wir nach den Bedürfnissen der Kinder, wo wir die Selbstbestimmung der Kinder fördern und sie entscheiden lassen, auf welche Unternehmungen sie Lust haben. Ganz groß im Kurs sind Besuche auf den Indoorspielplätzen, öffentliche Spielplätze, Tierparks sowie Kinotage im Jugendzentrum Dreieich. Ebenso ist es für unsere Teilnehmer*innen eine Abwechslung von ihrem oftmals, langen und anstrengenden Schultagen und von Zuhause. 

    Außerdem bin ich ein festes Teammitglied bei dem Club Zugvögeln. Das Freizeitangebot soll als Ausgleich zum Arbeitsalltag unserer Teilnehmer*innen und Spaß dienen. Ob gemütliches Zusammensitzen bei einem leckeren Schnitzel und Apfelwein in unseren Stammlokalen, beim Bowling, Kegeln, Minigolfen, Fußball oder Kino wir verbringen die Abende gemeinsam in gemütlicher Runde und das ist das, was uns ausmacht. Die Arbeit bei den Zugvögeln bedeutet für mich, unseren Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu bieten, durch ein gemütliches offenes Beisammensein mit viel Spaß und Freude an unseren Unternehmungen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Immer wieder merke ich, dass für unsere Teilnehmer*innen der Club eine große Bedeutung hat und sie gerne mit uns Zeit verbringen.

    Was ich besonders an meiner Arbeit schätze ist, dass wir den Teilnehmer*innen mit unseren Angeboten etwas Gutes tun und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Für unsere Teilnehmer*innen ist der Club wichtiger Bestandteil ihres Lebens und wir sind für sie Bezugspersonen, die Ihnen neben Freude und Spaß, Akzeptanz, Respekt, Aufmerksamkeit, Vertrauen und Zuneigung entgegenbringen. Selbstverständlich, gehört zu unserer Arbeit, die Unterstützung der einzelnen Teilnehmer*innen in der Grundversorgung sowie in der Pflege, die geschlechterbezogen gehandhabt wird. Jede*r Teilnehmer*in ist individuell und hat demnach unterschiedliche Bedürfnisse, dass ist manchmal eine kleine Herausforderung in einer großen Gruppe, jedoch schaffen wir es umzusetzen.  

    An meiner Arbeit ist mir besonders wichtig, die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung in die Gesellschaft zu fördern und unseren Teilnehmer*innen bei der Teilhabe im Alltag zu unterstützen. Erst wenn jeder Mensch akzeptiert wird, wie er ist, und die Abweichung vom Standard nicht als Schwäche, sondern als potenzielle Stärke verstanden wird, können wir von Inklusion sprechen, in der wir verschieden sein dürfen und das sogar gut so ist.  

    Die BHD ist für mich, wie eine sehr große Familie.
    Ich arbeite sehr gerne bei der BHD, weil wir auf Augenhöhe arbeiten und bei uns eine sehr offene, humorvolle und harmonische Atmosphäre herrscht. Für mich persönlich, lerne ich unglaublich viel von der Zeit bei der BHD, da mir die Arbeit sehr viel Spaß und Freude bereitet und ebenso zu meiner späteren Berufslaufbahn als angehende Sozialpädagogin beiträgt. Ich bin dankbar, dass ich Teil der BHD bin, ich einen so großartigen Nebenjob habe und so viele tolle Menschen kennenlernen konnte, mit denen ich schon unbezahlbare, tolle Momente erleben durfte.

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